OT: Scouts Guide to the Zombie Apocalypse (USA 2013)

Regie: Christopher Landon

Darsteller: Halston Sage, Tye Sheridan, Patrick Schwarzenegger, Cloris Leachman

Laufzeit: 88 Minuten
Freigabe: FSK16

Inhaltszusammenfassung:

Für die drei Pfadfinder Ben, Carter und Augie ist ein ganz besonderer Tag gekommen: Endlich steht ihnen das letzte Zeltlager bevor. In der verwaisten Stadt, in der sie Halt machen, sind sie zum Überleben schon bald auf die Erfahrungen angewiesen, die sie sich über Jahre gesammelt haben. Denn während sich das Trio zunächst freut, vor Ort erstmals einen Fuß in einen Stripclub zu setzen, müssen sie nur kurze Zeit später feststellen, dass die Schönheit auf der Bühne zu einem nach Fleisch lüsternen Zombie mutiert ist. Die Freunde müssen nun all ihre Fähigkeiten abrufen, um die Welt vor einer Bedrohung zu retten, für die noch kein Pfadfinder-Abzeichen erfunden wurde. Die fleißigen Scouts setzen alles daran, die fleischfressenden Untoten abzuwehren und ihrem Ruf als Helfer in der Not gerecht zu werden. Unterstützung bekommen sie durch die Cocktail-Mixerin Denise. Die kann nicht nur mit dem Shaker umgehen, sondern auch mit Waffen…

Kritik:

Zugegeben, auf „Scouts vs. Zombies“ bin ich mal wieder nichts selbst aufmerksam geworden, wieder einmal war Daniela die Ideengeberin. Das klappt ja meistens recht gut, also hatte ich mich (auch angesichts der Hauptfiguren) auf einen spaßigen Abend eingestellt.

Und ja, alles in allem habe ich den auch gehabt. „Scouts vs. Zombies“ macht ziemlich schnell klar, dass man es hier nicht mit einem bierernsten Vertreter des Zombiefilms zu tun hat, sondern dass vor allem der Humor im Vordergrund steht. Hierauf baut auch die komplette Atmosphäre des Films auf. Jede Menge Augenzwinkern, ein netter Running Gag (im wahrsten Sinn des Wortes) und eine Menge dumme Sprüche (die aber zumeist passen) sowie gezielte Situationskomik sorgen dafür, dass der Film seinen Unterhaltungswert hat. Man darf allerdings keine Hochspannung erwarten, denn auch wenn der Titel einen gewissen Survival Thrill suggeriert, ist dieser nicht gegeben. Vielmehr hat man es mit der klassischen „Typen metzeln sich durch Zombiehorden“-Masche zu tun, die am Ende tatsächlich auch mit halbwegs kreativen Mordwerkzeugen aufweisen kann.

Was die Darsteller angeht ist offensichtlich, dass „Scouts vs. Zombies“ eher in B-Movie-Gefilden wildert. Man merkt dem jungen Cast an, dass man mit Spaß an die Sache heran gegangen ist. Das sorgt dafür, dass die Chemie unter den Figuren ebenfalls stimmt und letztlich sorgt das auch dafür, dass die Survivalisten-Crew überzeugend ist. David Koechner ist in seiner Rolle (besagter Running Gag) sogar wirklich gut, sogar über das Finale des Films hinaus. Patrick Schwarzenegger (japp, das ist Terminator Junior) spielt hier nach einigen Neben- seine erste Hauptrolle und kann zeigen, dass er seinem Vater durchaus einmal das Wasser wird reichen können (okay okay, das ist darstellerisch wohl auch nicht übermäßig schwer), wenn auch mit deutlich weniger Muskelbergen, der Grundstein für eine solide B-Movie-Karriere scheint jedenfalls gelegt zu sein.

Die Effekte sind erfreulicherweise weitestgehend handgemacht und nur in wenigen Situationen durch CGIs angereichert. „Scouts vs. Zombies“ entwickelt sich dabei zwar nicht zu einer Hardcore-Schlachtplatte, weist aber eine durchaus angebrachte Härte auf. Diese wird, wie so ziemlich alles im Film, immer wieder durch die stetig vorhandene Ironie auf das Genre entschärft, sodass die Freigabe ab 16 durchaus gerechtfertigt ist. Auch das Zombiemakeup und die Wahl der Settings ist stimmig, hier wandelt man löblicherweise nicht zu sehr in Richtung einer Billigproduktion ab.

Fazit:

Scouts vs. Zombies“ war, auch hinsichtlich der ohnehin nicht sonderlich hohen Erwartungshaltung, ein ziemlicher Glückstreffer. Der Film ist mit seinen ordentlichen Darstellern, den witzigen Figuren und der zumeist gut sitzenden Situationskomik auf jeden Fall deutlich über den zumeist sehr durchschnittlichen Horrorkomödien der letzten Zeit anzusiedeln. Sicherlich wieder einer dieser Filme, die mit drei, vier Bier und gleichgesinnter Gesellschaft noch einmal besser funktionieren, aber auch zum alleine ansehen taugt der Titel – solange man mit dem Genre im Allgemeinen etwas anfangen kann.

© des Bild- und Tonmaterials: Paramount Pictures

Das denken die anderen:

Die Nacht der lebenden Texte

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.

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