Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: Selbstverlag

Jake Sloburn-Reihe, Band 3

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Klappentext:

Es soll die Abschlussparty des Jahrzehnts werden: Die Studenten haben sich die angesagte Rockband »Satan´s Dollz« auf ihre Party geladen. Doch während alle in Partylaune sind, werden hinter den Kulissen finstere Pläne geschmiedet. Menschen und Tiere verschwinden über Nacht, während der Duke Unregelmäßigkeiten in seinen Drogengeschäften feststellen muss. Eine alte Liebe erblüht neu, und Tiffany Marshner sieht sich mit der Wahrheit konfrontiert, die hinter der Fassade eines harmonischen Familienlebens lauern kann.

Ein Unwetter rast auf das Küstenstädtchen zu, und während Sam sich zunehmend beobachtet fühlt, gerät Jake Sloburn ins Visier äußerst zwielichtiger Gestalten. Als sich das wahre Ausmaß des teuflischen Plans offenbart, geraten der Horrordetektiv und sein Gehilfe Sam an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, während sich in Port die Ereignisse dramatisch zuspitzen.

Wird der Dämonenjäger Jake Sloburn, Detektiv des Okkulten, Port vor dem hereinbrechenden Grauen retten können oder ist es dafür längst zu spät?

Kritik:

“Er ist wieder da” möchte man fast sagen. Das gilt auf der einen Seite natürlich für mich, dies ist der erste neue Beitrag seit einem Monat und zeigt damit an, dass der Umzugsstress größtenteils überstanden ist, ein bisschen Zeit zum Lesen da war und hier auch mal wieder etwas passiert. Auf der anderen Seite gilt das aber auch für den Herrn Frey, der sich mittlerweile zu einem Stammgast hier auf dem Blog entwickelt hat. Als “Mammon”, der neuste Output rund um den Detektiv Jake Sloburn angekündigt wurde, stand natürlich gänzlich außer Frage, dass das Buch früher oder später genau hier landen würde. Also, ab dafür.

Man kann direkt sagen, dass auch die neuste Horrorgeschichte aus Port wieder absolut in den Fußstapfen der Vorgänger wandelt. Frey weiß auch in seiner neuesten Veröffentlichung wieder mit einem Spannungsbogen zu überzeugen, der vom Start weg (wenn auch zunächst etwas gemächlich) stetig nach oben steigt und den geneigten Leser dabei auch bis zum bitteren Ende nicht loslässt. Wie schon in den vorangegangenen Sloburn-Geschichten erhält man hier wieder einen etwas tiefer gehenden Blick auf die fiktive Stadt Port und die Einwohner, der von Buch zu Buch immer etwas umfassender wird und ein ganz gutes Gefühl für das dort vorherrschende politische Klima und die Verbindungen der Einwohner untereinander vermittelt. Der Autor baut sich seine eigene Stadt immer etwas mehr auf und lässt den Leser wunderbar daran teilhaben. Nun sollte man natürlich kein “Under the dome” erwarten, schließlich und endlich bleibt “Mammon” vor allem eines: ein Horror-Roman, der eines tun soll. Den Leser unterhalten. Das gelingt auch wieder wunderbar, die Atmosphäre schwankt zwischen bedrohlich-spannend und immer wieder etwas überdrehtem Augenzwinkern. Das lässt sich natürlich in erster Linie wieder auf den etwas weltfremden Titelhelden zurückführen, der wie gehabt immer wieder für ein Grinsen gut ist – wobei der Humor hier im direkten Vergleich zum Vorgänger doch etwas in den Hintergrund getreten ist.

Interessant an Freys Veröffentlichungen ist ja, dass man es zwar im Falle Jake Sloburn schon mit einer Titelfigur zu tun hat, die aber im Laufe der Stories die anderen Protagonisten nie in den Hintergrund drängt. So lässt sich auch hier wieder sagen, dass man zwar einige alte Bekannte zu Gesicht bekommt, alles in allem aber viele neue und dabei gut konstruierte und glaubwürdige Figuren kennen lernen darf. “Mammon” stützt sich wie auch schon “Blue” nicht komplett auf den Titelhelden, sondern zieht seine Wirkung auf charakterlicher Ebene aus dem Zusammenspiel aller Figuren. Dabei wird aber nicht übersehen, dem Leser wieder einen etwas weitschweifenderen Blick auf Sloburn selbst zu präsentieren, der eines ganz deutlich macht: normal ist bei dem Kerl wirklich gar nichts mehr. Ganz im Gegenteil. Und da bleibt, wie immer, diese Frage offen: was zum Teufel ist er eigentlich nun wirklich? Man darf also gespannt bleiben.

Zu Freys Stil muss ich eigentlich nicht mehr viel sagen. Er ist wie immer locker und sehr unterhaltsam, ohne dabei jedoch ins Lächerliche abzudriften. Eine sehr gelungene Mischung aus beißendem, sarkastischen Humor, knallharter Spannung und gutem, klassischen Horror ist auch in seiner neuesten Veröffentlichung wieder gegeben und dürfte sicherlich niemanden enttäuschen, dem die bisherigen Geschichten gefallen haben.

Fazit:

Mit “Mammon” präsentiert Lutz C. Frey ein weiteres Buch aus seinem Jake Sloburn-Universum, welches wieder sämtliche Trademarks vereint, die man hier gewohnt ist. Spannend, stellenweise zum Schmunzeln anregend und zu jeder Zeit unterhaltsam kann man eigentlich als Freund der Reihe nichts falsch machen. Und wie immer an dieser Stelle bleibt die Frage: wann erfahren wir nun endlich, was der Titelheld für einer ist?

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Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.

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