der tod ist ein bleibender schadenEoin Colfer – Der Tod ist ein bleibender Schaden
OT: Plugged

Hardcover: 288 Seiten
Verlag: Ullstein Verlage
Übersetzung: Conny Lösch

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Dan-McEvoy-Reihe, Band 1

Klappentext:

Es hätte alles so schön werden können. Dan McEvoy, knallharter Türsteher und Exsoldat, hat soeben neue Haare transplantiert bekommen. Jetzt klappt‘s auch mit Connie, der heißen Hostess im verruchtesten Club von New Jersey. Doch dann wird Connie mit Loch im Kopf und mausetot aufgefunden. Die Bullen verdächtigen Dan. Der hat ausnahmsweise eine weiße Weste. Aber alles geht so richtig schön schief. Die Mafia hat‘s auf ihn abgesehen und fackelt ihm fast den teuren Haarschopf ab. Doch mit oder ohne Haare, Dan will Connies Mörder finden.

© Ullstein Verlage

Eoin Colfer war mir bislang nur vom Namen her ein Begriff, so wirklich etwas anfangen konnte ich mit ihm allerdings nicht. “Der Tod ist ein bleibender Schaden” hat mich aber bereits vom Titel her angesprochen und nach dem Klappentext war klar: Das muss ich haben.

So viel sei vorweg gekommen: Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht schon früher über Colfer gestolpert bin. Das Buch hat mich sin zu Beginn mit seiner Art abgeholt und mich auch bis zur letzten Seite mitgenommen. “Der Tod ist ein bleibender Schaden” beginnt für einen Thriller recht untypisch und macht sich direkt klar, dass es hier nicht unbedingt bierernst zugeht. Glücklicherweise bleibt dabei aber das wesentliche Element, die Spannung, zu keiner Zeit auf der Strecke. Der Roman hat seine Geschichte immer im Blick und treibt sie mit einem Affenzahn voran. Beide Elemente greifen gut ineinander und sorgen, zusammen mit der mitunter ziemlich abgefahrenen und rotzigen Atmosphäre, für eine Menge Lesespaß.

 

Wo wir schon bei “rotzig” sind, das ist wohl auch die beste Umschreibung für Colfers Figuren, allen voran natürlich Hauptakteur Danny McEvoy. Der desillusionierte und zynische ehemalige Soldat und jetztige Rausschmeißer in einem Nachtclub hat alles, was einen guten Antihelden ausmacht. Abgesehen von Haaren vielleicht, aber die hat er sich ja von seinem Kumpel Zeb implantieren lassen. Der wurde nun aber dummerweise entführt und geht Danny seitdem als eine Art Geisterstimme auf die Nerven. Klingt schräg? Ist es auch, insbesondere, wenn die beiden sich in McEvoys Kopf wieder einmal streiten. Man sieht also, auch hier wunderbar abgefahren  und spaßig.

 

Der Tod ist ein bleibender Schaden” weiß also in allem Wesentlichen zu gefallen, und das gilt auch für den Schreibstil Eoin Colfers. Sehr eingängig, frisch und rotzig geht es durch die  rund 300 Seiten und diese Schreibweise sorgt auch dafür, dass man sich nach kurzer Zeit denkt “Wie jetzt, schon durch?” Dazu trägt auch die Übersetzung von Conny Lösch bei, die der deutschen Ausgabe eine sehr angenehme Stimme verpasst.

 

Fazit:

Eoin Colfer konnte mich mit “Der Tod ist ein bleibender Schaden” absolut überzeugen. Ja, mitunter sind Charaktere und die irrwitzige Verkettung der Zufälle schon arg überzogen, aber eben das verleiht dem Roman seine ganz eigene Note. Dazu gibt es eine Menge Action, einen gelungenen Spannungsbogen und eine abgefahrene Atmosphäre. Wer seine Krimis nicht zwangsläufig bierernst und sauertöpfisch haben muss, ist hier also richtig. Und mir wird wieder einmal bewusst, warum ich die Iren so mag.

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.

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