Originaltitel: Reign of Iron
Paperback: 576 Seiten
Verlag: Piper

Übersetzung: Marcel Auron-Bülles

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Band 3 der Age of Iron-Trilogie

Klappentext:

Die Römer sind da. Und es sind viele, sehr viele. Nicht nur Soldaten, sondern auch Kriegselefanten – und Kämpfer, die von schwarzer Magie gelenkt werden. Keine einfachen Gegner für Lowa und Spring, die tapferen Heldinnen aus der Eisenzeit. Denn auch wenn die britannischen Stämme langsam endlich kapieren, auf wessen Seite sie zu kämpfen haben, wird es sicher kein Zuckerschlecken, die mächtigen Feinde zurückzuschlagen. Aber Lowa und Spring wären nicht Lowa und Spring, wenn sie mit Mut, Witz und Raffinesse nicht auch diese Aufgabe anpacken würden … Mit diesem dritten Band führt Angus Watson seine spannende Dark-Fantasy-Reihe zu einem großartigen Ende.

Kritik:

Die „Age of Iron„-Trilogie wusste mir schon vom ersten Band an zu gefallen. Es war also nur logisch, dass ich mir auch den Abschluss der Trilogie von Angus Watson vornehmen würde. Auch wenn ich schon von vornherein etwas wehmütig gewesen bin, denn schließlich war klar, dass danach endgültig Schluss wäre.

Die Herrschaft“ macht dann auch lückenlos da weiter, wo der Vorgänger, „Der Feldzug“ aufgehört hat. Der Übergang ist für Kenner der Reihe gewohnt fließend. Wer die Vorgänger allerdings nicht gelesen hat, sollte das unbedingt vor dem Genuss dieses Buches tun. „Age of Iron“ ist ganz klar nicht darauf ausgelegt, eigenständige Geschichten zu erzählen. Die ganze Rahmenhandlung wird über die drei Bände immer weiter erzählt und es würde einfach zu viel fehlen, als dass man ohne die Bände eins und zwei Spaß an der Story haben könnte. Wer die jedoch kennt und schätzt, wird auch dieses Mal nicht enttäuscht werden. Watson führt konsequent fort, was er begonnen hat und somit sind Spannung und Action garantiert. Durch die direkte Bedrohung durch die mittlerweile gelandeten Römer bewegt sich die Spannungskurve konstant auf einem sehr hohen Niveau und springt besonders zum sehr temporeichen Finale noch einmal höher. Die Atmosphäre ist ebenfalls wieder vorbildlich, Watson schafft es, ein „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl entstehen zu lassen, welches gefällt.

Bei den Figuren handelt es sich natürlich auch dieses Mal wieder um alte Bekannte, sodass man nicht mehr viele Worte zu ihnen verlieren muss. Man begegnet allen Hauptfiguren der ersten beiden Bände ein weiteres Mal. Im Gegensatz zu den anderen Büchern wird im Abschluss der Reihe allerdings kein besonderer Fokus auf eine bestimmte Gruppe gelegt, sondern sie werden gezielt zusammengeführt und das Ende einer gemeinsamen Geschichte erzählt. Man möchte also fast sagen, dass sich hier ein Kreis schließt. Mit Blick auf die Handlung trifft das sogar in doppelter Hinsicht zu. Angus Watson beweist dabei auch, dass nicht nur George R. R. Martin es raus hat, die Publikumslieblinge abzuschlachten … Aber ich möchte ja nicht zu viel verraten.

Auch stilistisch ist eigentlich alles beim alten geblieben. Ich habe den ersten Band besonders auf Grund des Humors in der ersten Hälfte geschätzt. Dieser hat sich im weiteren Verlauf und besonders in „Der Feldzug“ dann aber immer mehr im Hintergrund gehalten. „Die Herrschaft“ bringt nun wieder den einen oder anderen Schmunzler mit sich, ohne dabei jedoch die Quantität von „Der Krieger“ zu erreichen. Das macht aber nichts, denn zu viel Humor hätte im letzten „Age of Iron„-Band auch nicht gepasst. Angus Watson war bislang nie zimperlich, wenn es um blutiges Schlachtengetümmel ging, hier treibt er es aber auf die Spitze, stellenweise geht es schon fast splattermäßig zur Sache. Das kann man mögen oder nicht, meiner Meinung nach passte es aber gut in die Geschichte und das Dark Fantasy-Setting. Die Übersetzung von Marcel Auron-Bülles liest sich wieder sehr flüssig und gut. Glücklicherweise hat man ihm alle drei Bücher zur Eindeutschung überlassen, sodass sie einheitlich wirken und man keine Brüche im Stil feststellen kann.

Fazit:

Age of Iron“ ist eine tolle Reihe, die mit „Die Herrschaft“ einen stimmigen Höhepunkt erhalten hat. Das Buch vereint die Stärken der ersten beiden Bände und erzählt die begonnene Geschichte konsequent zu Ende. Die Figuren wissen noch immer zu gefallen, der Humor zieht immer noch und die für einen Fantasyroman sehr moderne Sprache könnte sogar dafür sorgen, dass auch genrefremde Leser vielleicht Gefallen an der Trilogie finden könnten.

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.