american beautyOT: American Beauty (USA 1999)

Regie: Sam Mendes

Darsteller: Kevin Spacey, Annette Bening, Thora Birch, Wes Bentley

Freigabe: FSK16
Laufzeit: 116 Minuten

Inhaltszusammenfassung:

… sehen Sie genau hin beim meistdiskutierten Film des Jahres. Intelligent, provozierend und unverschämt witzig hat American Beauty beim Publikum auf der ganzen Welt einen
Nerv getroffen und wird bereits als Meilenstein der Filmgeschichte gehandelt!

… sehen Sie genau hin bei dem mit den meisten Auszeichnungen bedachten Film des Jahres. American Beauty konnte 5 Oscars® verbuchen, taucht in über 275 Top 10-Listen auf und wurde von über 65 Kritikern zum besten Film des Jahres erkoren. Das außergewöhnliche Regiedebut von Sam Mendes (ausgezeichnet von der Directors Guild of America) in Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Alan Ball (ausgezeichnet von der Writers Guild of America) wurde
von Kritikern und Publikum gleichermaßen mit beispiellosem Lob bedacht!

… sehen Sie genau hin bei der meistgelobten Besetzung des Jahres, angeführt von Kevin Spacey und Annette Bening als die unvergesslichen Lester und Carolyn Burnham, ein scheinbar ganz
normales Paar in einem anonymen Vorort, dessen Ehe – und Leben – langsam auseinanderzufallen droht. Von der ersten Minute bis zum haarsträubenden Ende ist American Beauty ein
‘absolutes Meisterwerk’ (Rod Dreher, New York Post), das sein Publikum unterhält und dazu herausfordert … in den nächsten Jahren genau hinsehen!

Kritik:

Nachdem der Film nun mittlerweile fast 18 Jahre alt ist, habe auch ich es endlich einmal geschafft, ihn mir anzusehen. Bislang habe ich immer bewusst daran vorbei gegriffen, da mich das Cover einfach nicht angesprochen hat, Mena Suvari absolut nicht zu meinen Favoriten zählt und die Geschichte für mich irgendwie nach einer dramatischen Geschichte von unerwiderter wie auch verbotener Liebe klang. Nun ja, ich kam nun nicht mehr darum herum, mich eines besseren belehren zu lassen – oder auch nicht?

american beautyDie Geschichte klingt nun tatsächlich ein bisschen nach einer dieser Lolita-Lovestories, birgt dabei aber doch sehr viel mehr – nur ist das auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Tatsächlich entwickelt sich die Story erst nach und nach und man kriegt einen immer tieferen Einblick in das Leben Lester Burnhams  und damit auch darin, was alles falsch läuft, was er gerne ändern würde und was er sich wünscht. Nach und nach baut Regisseur Mendes in “American Beauty” eine Geschichte auf, die auf der einen Seite schon ein sehr herber Schlag gegen die Fassade darstellt, die sich oftmals vor dem “American Way of life” positioniert – und so mit Sicherheit auf so manche vermeindliche Familienedylle hier bei uns übertragen lässt. Auf der anderen Seite ist die Geschichte aber auch tatsächlich dramatisch und stellenweise auch echt anrührend ausgefallen. Zwar offenbart uns Burnham bereits ganz zu Anfang der Geschichte, dass er binnen eines Jahres tot sein wird, Langeweile kommt aber trotz des offensichtlichen Endes nicht auf, denn die Geschichte lässt die Frage, durch wessen Hand er stirbt bis zum Schluss offen – welcher für mich so auch nicht vorher zu sehen war und hinsichtlich Burnhams letzten Handlungen dabei auch noch mal eine besondere Schippe Dramatik beisteuert. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder kleinere Twists in der Story, die aber jeweils sehr wichtig für die Nachvollziehbarkeit der Charaktere sind. Sehr gelungen.

american beautyAuch die Darsteller von “American Beauty” spielen in der oberen Liga mit. Und zwar durch die Bank. Natürlich brilliert besonders Kevin Spacey in der Rolle des sympathischen Aussteigers, aber auch seine Frau, dargestellt durch Anette Bening, ist so biestig und dabei doch so zerrissen, dass es schon eine echte Pracht ist, ihr zuzusehen. Selbst die kleinen Nebenrollen wie zum Beispiel der neue Nachbar sind toll besetzt und stechen aus der Masse der meisten anderen Filme hervor. Über weite Strecken sind sie alle glaubwürdig, verkommen nicht zu Abziehbildchen irgendwelcher bekannten Klischeés (auch wenn es auf den ersten Blick manchmal den Eindruck machen mag – man nehme eben besagten Nachbarn) und bleiben zu jeder Zeit, trotz der teilweise extremen Handlungsweisen, nachvollziehbar. So sollte man einen Film machen.

american beautyDurch die Positionierung des Films irgendwo zwischen Drama, Romanze und Satire fällt es relativ schwer, ihn in eine Ecke zu stecken. Eine echte Komödie ist er natürlich nicht (auch wenn ich besonders bei einer Bettszene fast vor Lachen auf dem Boden gelegen habe), für ein waschechtes Drama gibt es dabei jedoch viel zu viele (sitzende) Seitenhiebe auf die Gesellschaft. Das selbe gilt auch für eine Lovestory, die “American Beauty” meines Erachtens nach vor allem in einer Hinsicht ist: eine Liebeserklärung an das Leben, die vom Team um Regisseur Mendes in großartigen Bildern erzählt wird, die man so nicht allzu oft findet.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Fazit:

“American Beauty” ist einer dieser Filme, die man nur schwerlich in ein Genre pressen kann. Er bietet einfach zu viel, um es mit einem Begriff zu vereinfachen. Großartige Schauspieler und eine spannende und wendungsreiche Geschichte sind aber auf jeden Fall Anreiz genug, diesen zu Recht mit 5 Oscars prämierten Titel auf jeden Fall einmal gesehen zu haben. Es lohnt sich.

© des Bild- und Tonmaterials: Dreamworks

Es handelt sich um die Wiederveröffentlichung eines alten Beitrags.

Das denken die Anderen:

Moviescape: 10/10 Punkten

Habt ihr den Film gesehen? Wie ist eure Meinung? Kommentare sind gern gesehen 🙂

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.

Letzte Artikel von Sebastian (Alle anzeigen)