totentrickserTaschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Piper

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Klappentext:

Inhaltszusammenfassung:

Das Heldenleben könnte so einfach sein. Durch die Gegend ziehen, Schurken umnieten und Geld verprassen. Dumm wird es nur, wenn einer dieser Schurken, in diesem Fall der Totenbeschwörer Thanatos, die Helden daran erinnert, dass sie eben das sind. Helden. Und als solche können sie natürlich nicht zulassen, dass die keine Tochter des Nekromanten von nun an als Waise aufwächst. Ausgestattet mit einer Liste der Angehörigen macht sich die Truppe auf den Weg, um die kleine Nachtelfe Nenia bei ihrer Verwandtschaft unterzubringen. Dumm nur, dass diese ganz der Familientradition verpflichtet und damit alles andere als normal sind – und zudem eine sehr hohe Sterblichkeitsrate aufweisen, wenn die Abenteurer bei ihnen eintreffen.

Kritik:

Auf den ersten Blick könnte man nun meinen, dass “Totentrickser” nach einer Menge Spaß klingt. Besonders Freunde der High Fantasy, die diese eben mal auf eine ganz andere Art und Weise erleben möchten, könnten sich zum zugreifen animiert fühlen. Ebenso die unter uns, die mit den Werken eines Terry Pratchett etwas anzufangen wissen. Doch lohnt sich das? Nun muss man gleich zu Beginn wohl dazu sagen, dass Oldenburg wahrscheinlich gar nicht den Anspruch hat, an den Briten heran zu kommen. “Totentrickser” hat eindeutig seine Stärken, wozu auf jeden Fall die recht abgefahrene Atmosphäre zählt, die zwar schon in einem gewissen Maß den üblichen Fantasy-Konventionen entspricht, sie an vielen Stellen aber auch mit einem ziemlich lässigen wie auch abgedrehten Fußtritt zur Seite schubst. Dabei bleibt auch die Spannung nicht grundsätzlich auf der Strecke, der Autor baut immer wieder mit reichlich Action gespickte Spannungsspitzen ein. Leider muss man aber auch ganz klar sagen, dass diese Spannung nicht über das komplette Buch hinweg erhalten bleibt, sondern es hier und da zur einen oder anderen Länge kommt. Zumindest aber muss man dem Roman auch zugestehen, dass er unvorhersehbar ist, zumindest habe ich den Schlusstwist so definitiv nicht kommen gesehen.

Was nun die Charaktere angeht sind sie Klischee pur. Und das sollen sie wohl aller Wahrscheinlichkeit nach auch sein. Jede der Figuren ist in ihrer Art und Weise – und zwar genau in dieser Art und Weise – irgendwo schon einmal aufgetaucht, wobei der Autor hier aber gezielt seine eigene Note in Form von liebenswerten, selbstironischen Charakterzügen einbringt. Das führt natürlich auch dazu, dass man die Figuren, besonders den Zwergenkrieger und den Ogerbarbaren, ab einem gewissen Punkt aber auch nicht mehr ernst nehmen kann, was sich besonders in einem bestimmten Kapitel, welches sich mit der Vergangenheit der Charaktere beschäftigt, leider sehr deutlich zeigt.

Wie ich schon geschrieben habe, ist “Totentrickser” nicht als ernsthaftes Fantasywerk zu verstehen, vielmehr versucht Jan Oldenburg hier einen humoristischen Beitrag zum Genre zu liefern. Und genau das ist der Punkt, an dem das Buch leider nicht funktioniert hat. Der Humor ist sehr flach ausgefallen und war für meinen Geschmack eigentlich an keiner Stelle wirklich witzig. Man sollte an dieser Stelle also nicht erwarten, die (mittlerweile) eher feinsinnigen Humorangriffe des schon benannten Pratchett vorzufinden. Am besten lassen sich die (vorgeblich) lustigen Passagen wohl mit One Linern aus bekannten Actionstreifen vergleichen. Und wie in so vielen Actionfilmen zünden sie dummerweise auch hier nicht richtig. Da dieser Aspekt nun aber offenbar das Hauptaugenmerk des Autoren gewesen ist, hat sich “Totentrickser” leider zu einem ziemlichen Reinfall entwickelt.

Fazit:

5“Totentrickser” konnte mich leider nicht überzeugen. Das wichtigste an dem Buch, der Humor, war nicht zündend genug, um eine dauerhafte Lesemotivation zu bieten. Allerdings muss man dennoch sagen, dass Autor Jan Oldenburg ein Talent dafür bewiesen hat, sympathische Charaktere in eine größtenteils sehr gelungene und an einigen Stellen auch sehr spannende Geschichte zu versetzen. Mit geminderter Erwartungshaltung (oder einer Vorliebe für flache Oneliner) könnte man also dennoch gut unterhalten werden. Für mich persönlich jedoch trotz aller Stärken nur Mittelmaß.

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Sebastian

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.
Sebastian

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