taken 2OT: Taken 2

Regie: Olivier Megaton

Darsteller: Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Luke Grimes

Freigabe: FSK 16
Laufzeit: 94:27 Minuten (Extended Cut)

Inhaltszusammenfassung:

Nachdem Bryan Mills seine Tochter aus der Gewalt von skrupellosen Menschenhändlern befreit hat, geht es aufwärts in seinem Leben. Er arbeitet als hochdotierter Security-Agent. Sein aktueller Auftrag führt ihn nach Istanbul, wo er nach Abschluss einige Tage Urlaub mit seiner Ex-Frau und seiner Tochter verbringen will. Was er nicht ahnt ist, dass die Angehörigen der Menschen, die er in Paris getötet hat, auf Rache brennen. Schon bald findet er sich in ihrer Gewalt wieder. Seine einzige Rettungschance ist Kim. Der Überlebenskampf hat wieder begonnen.

Kritik:

Auch wenn ich ihn hier (noch) nicht besprochen habe, kann ich sagen, dass “96 Hours” für mich einer der Überraschungsfilme in den letzten Jahren war. Neeson, von mir als Charakterdarsteller hoch geschätzt, hat hier ein ganz anderes Gesicht gezeigt und eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er auch in gehobenem Alter das Zeug zum Action-Darsteller hat. “Taken 2″ hatte als Sequel also grundsätzlich schon einen schweren Stand – was wohl auch viel an der Tatsache liegt, dass er in den Kritiken doch sehr runter gemacht wurde. Aber nun konnte ich mich letztendlich nicht mehr dagegen wehren, ihn endlich einmal zu sichten.
taken 2Nun muss man natürlich sagen, dass dieser besondere Reiz, Neeson als reinrassigen Actiondarsteller zu sehen, natürlich schon ein wenig verflogen ist. Man kennt es nun und hat mit dem ersten Teil auch ein echtes Paradebeispiel vor Augen. “Taken 2″ läuft dabei zumindest zu Beginn deutlich ruhiger ab als sein Vorgänger, steigert sich dabei aber konstant, wird schneller und actionreicher – erreicht dabei aber nicht dieses Daueradrenalin-Niveau von “96 Hours”. Es kommen dabei aber dennoch keine Längen auf, denn die etwas zurückgefahrene Action wird durch andere, gezielt eingesetzte Spannungsmomente aufgefangen. Als besonderes Beispiel sei hierbei der Versuch Mills genannt, seine Tochter trotz der gefesselten Hände zu kontaktieren. Ja, da habe ich tatsächlich richtig mitgefiebert. Genügend andere, klassische Actionfilm-Trademarks sind aber dennoch vorhanden. Hier möchte ich die Verfolgungsjagd als Beispiel anführen (auch wenn es natürlich schon ein bisschen unglaubwürdig ist, dass die füherscheinlose Kim diese so ohne weiteres durchsteht. Aber hey, immerhin betätigt Daddy die Gangschaltung).  Alles in allem war es eine gelungene Mischung aus Spannung und Geballer, die zwar hinter dem aus dem ersten Teil gewohnen zurück bleibt, dabei aber definitiv nicht langweilig wird. Die Story selbst ist dabei natürlich eine ziemlich dreiste Kopie der Vorlage, wenn auch mit leicht geänderten Ausgangsvoraussetzungen. Macht aber nichts, denn genau das habe ich bei einem Film wie “Taken 2″ eigentlich auch erwartet.

taken2_1Darstellerisch bleibt ebenfalls alles beim alten. Neeson ist nach wie vor ein in Ehren gealterter Ex-Agent mit entsprechenden Fähigkeiten, die er auch knallhart einsetzt. Natürlich kennt man von ihm deutlich bessere Leistungen, was aber nicht bedeutet, dass er nich überzeugen würde. Es ist eben eine gänzlich andere Rolle als von ihm gewohnt – diese füllt er aber gut aus. Auch über Maggie Grace, die sich ebenfalls immer mehr zum Actionmädel entwickelt, kann man sich nicht beschweren. Sie überzeugt in “Taken 2″ ebenfalls genau so wie im ersten Teil und entwickelt sich löblicherweise in einem glaubwürdigen Bereich. Man merkt ihrer Kim an, dass sie durch ihre Erfahrungen gereift ist, ohne dabei aber von Knall auf Fall zu einer Harcore-Kampftussi zu werden. Was sie tut, tut sie unter Anleitung. Nicht unbedingt glaubwürdig, aber zumindest nachvollziehbar gelöst. Famke Janssen hingegen fällt deutlich ab, ihr habe ich nicht alle dargestellten Emotionen wirklich abnehmen können, aber unter’m Strich ist sie aber nicht unbedingt eine tragende Figur und somit ist der Abfall verschmerzbar.

taken2_3Technisch ist “Taken 2″ gut ausgefallen. Wie schon erwähnt, setzt er zwar weniger auf Action, diese ist dafür aber im Normalfall gut anzusehen. Die Ausnahme bilden hierbei ein paar Explosionen, denen man ihre CGI-Herkunft schon ansieht (wobei man ganz ehrlich sagen muss, dass es auch da schon schlimmeres zu sehen gab). Der Fokus liegt auf den klassischen Verfolgungsjagden, Shootouts und Schlägereien – und die sind gelungen, wenn auch weniger rasant als noch in “96 Hours”. Macht aber nichts, schließlich ist der gute Herr Neeson ja auch nicht mehr der jüngste.

Fazit:

7“Taken 2″ ist nicht Hochgeschwindigkeitszug, wie es noch sein Vorgänger war. Der Film ist aber dennoch sehenswerte und actionreiche Unterhaltung, die ihren Unterhaltungswert hat. Etwas gemächlicher setzt er an einigen Punkten mehr auf klassische Spannungselemente als “96 Hours” und konnte sich somit einen Platz als guter Film, der allerdings weniger erinnerungswürdig als das Prequel ist, sichern. Ich wurde jedenfalls 97 Minuten lang gut unterhalten und würde den Titel auch jedem Actionfreund weiter empfehlen.

(c) des Bild- und Tonmaterials: Universum Film

Das denken die anderen:

Tonight is gonna be a large one: 7/10 Punkten
Cellurizon: 2/10 Punkten
Filmherum: 3/5 Sternen (Kino-Cut) | 4/5 Sternen (Extended)
CineKie: 4/10 Punkten

Hat der Titel euer Interesse geweckt? Dann könnt ihr ihn hier bei Amazon bestellen:

Sebastian

Sebastian

Ich bin hier auf dem Blog zuständig für alles, bei dem es ordentlich knallt und bei dem eine Menge Blut fließt. Soll heißen, mein Fokus bei Filmen und Büchern liegt auf Action, Thrillern und Horror. Davon ab bin ich aber auch anderen Genres nicht abgeneigt, SciFi und Fantasy findet sich ebenso wie eher ruhige Titel unter meinen Favoriten.
Sebastian